Apotheker Arzneimittel-Berater und Gesundheits-Dienstleister

  • genau geregeltes Studium
  • 3-teilige staatliche Prüfung
  • Titel „Apotheker” mit Erhalt der Approbation
  • Seit 2001: Neuregelung der Approbationsordnung für Apotheker
  • Gesteigerter Wert auf medizinisch-pharmakologische Grundlagenfächer
  • Einführung der Klinischen Pharmazie zur Unterstützung der intensivierten Beratungstätigkeit der Apotheker


Die stetige Zunahme der Selbstmedikation verdeutlicht, wie wichtig die Beratung durch den Apotheker ist. Er muss die Eigendiagnose des Patienten auf Plausibilität überprüfen und erkennen, wann ein Arzt aufgesucht werden sollte. Auch bei verschreibungspflichtigen Präparaten ist eine Beratung des Patienten, aber auch des Arztes durch den Apotheker notwendig. Der Apotheker ist Ansprechpartner in allen Fragen der Wirkungsweise und Sicherheit von Arzneimitteln und berät auch verantwortungsbewusst in anderen Gesundheitsfragen, wie beispielsweise der Gesundheitsförderung, alternativen Heilverfahren sowie bei der Bekämpfung von Sucht und Arzneimittelfehlgebrauch. Entsprechend umfassend und vielseitig ist die Berufsausbildung der Pharmazeuten.

Apothekenleiter

  • Betreibung einer Apotheke erfordert die Erlaubnis der zust. Behörde (Gesetz ü. d. Apothekenwesen)
  • Geltung nicht auf andere Apotheker oder Räume übertragbar
  • Der Apothekenleiter hat die Apotheke persönlich zu leiten
  • Bei Verhinderung Vertretung durch einen Apotheker (max. 3 Monate/Jahr)
  • Verantwortlichkeit für dir ordnungsgemäße Abgabe von Arzneimitteln
  • Verantwortlichkeit dafür, dass das Angebot apothekenüblicher Waren den Vorrang des Arzneimittelversorgungsauftrages nicht beeinträchtigt


Weiterbildung Fachapotheker

  • Beständige Informationsvermehrung in Medizin und Pharmazie erfordert eine Spezialisierung für das Berufsfeld, in dem nach dem Allroundstudium Pharmazie tatsächlich gearbeitet wird
  • Fachapotheker nach Abschluss einer drei- bis vierjährige Weiterbildung
  • Pendant zur Facharztausbildung bei Ärzten
  • Weiterbildung in Niedersachsen:
  • Offizin-Pharmazie (für Apotheker in öffentlichen Apotheken)
  • Klinische Pharmazie (Krankenhausapotheken)
  • Pharmazeutische Technologie (Universitätsinstitute, Pharmazeutische    Industrie)
  • Pharmazeutische Analytik (Universitätsinstitute, Pharmazeutische Industrie)
  • Toxikologie und Ökologie (Universitäts- und Umweltinstitute, Pharmazeutische Industrie)
  • Arzneimittelinformation (Pharmazeutische Industrie, Behörden)

Die Offizin-Pharmazie dient der Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten und anderen apothekenüblichen Mitteln zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten sowie der pharmazeutischen Information und Beratung gegenüber Patienten und Ärzten. Dies schließt die Herstellung, Prüfung und Lagerung von Arzneimitteln sowie die Erfassung von Arzneimittelrisiken ein.

Praxisnah: Die entscheidende Ausbildung erfolgt nicht nur in Seminaren und Vorlesungen, sondern durch die tägliche Zusammenarbeit zwischen dem Weiterzubildenden und dem zur Weiterbildung ermächtigten Apotheker. Hiermit wird sichergestellt, dass im Rahmen der Weiterbildung hauptsächlich praxisrelevantes Wissen, wie es zur täglichen Berufsausübung benötigt wird, vermittelt wird.
Die notwendigen theoretischen Grundlagen werden in intensivierter Form durch Seminare vermittelt.

Anforderungen Zusatzqualifikation Fachapotheker für Offizin-Pharmazie:

  • mind. 3-jährige Weiterbildungszeit
  • Betreuung durch einen weiterbildenden Fachapotheker
  • Nachweis qualitätssichernder Maßnahmen (z.B. zwei Projektarbeiten)
  • Seminarveranstaltungen: mind. 120 Stunden
  • Prüfungsgespräch vor dem Prüfungsausschuss